Kirchengemeindeverband Großschwabhausen - Isserstedt

Gründonnerstag.

 

Gottesdienst per zoom.

 

Bereite Dich vor.

 

Ein paar Scheiben geschnittenes Brot.

Becher mit Traubensaft oder Wein,

je nachdem, wieviele mit Dir am Bildschirm feiern. 

Ein weißes Tischtuch, wenn Du hast, oder ein anderes.

Ein Kreuz. 

 

Wir feiern gemeinsam online Gottesdienst und Abendmahl.

 

Anne Brisgen lädt Sie zu einem geplanten Zoom-Meeting ein.

 

Thema: Gründonnerstag 2021 - Gottesdienst

Uhrzeit: 1.Apr..2021 18:30 Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien

 

Zoom-Meeting beitreten

https://us02web.zoom.us/j/85279027787?pwd=dFR4czNUcHVlRC91TElUblE3N2s5UT09

 

Meeting-ID: 852 7902 7787

Kenncode: 228599

 

 


Konfi-Kurse:

 

 

Wir treffen uns, wann immer es geht. In enger Abstimmung mit den Eltern. 

 

Die Konfirmation findet dieses Jahr am 19. September 2021 statt. Ort und Zeit stehen aktuell noch nicht fest. 

 

 


Wie schreibt man Stille?
Wie lässt man Lücken zwischen Sicherheiten?
So        vielleicht?
Wie lässt man die Tage verstreichen, ohne ihnen zu folgen?
Wie ist man still ohne zu schweigen?
Was erlöst die Stille ohne laut zu werden?

Woher weiß man, dass der Schmerz bleiben kann, ohne die Seele mitzunehmen?
Wann hört es auf, so weh zu tun, und wer fasst in meine Wunden um sie zu heilen?

Stille zwischen Buchstaben und ganzen Sätzen mit Ausrufezeichen lassen sich nicht aufschreiben. Nur aushalten. Schwer genug.

Ich persönlich fülle am liebsten sofort Dämmmaterial in die Lücken: Kompetenz, Ehrgeiz, Disziplin, Optimismus, Fürsorge, Planung, Zahnpasta, Vollkornbrot, Blumen, Sprachnachrichten, Lieblingslieder. Manchmal werden mir vom vielen Auffüllen die Arme schwer und mein Kopf tut weh. Der Rücken auch, obwohl ich ihn doch so grade halte.

Die Tage verstreichen, aber ich muss ihnen folgen: Termine einhalten und Hoffnung aufrecht halten.

Still werde ich manchmal, aber meine Gedanken schreien mich dann an. Gut so, denke ich, endlich verstehe ich Euch mal richtig.

Der Schmerz bleibt immer, doch nie nimmt er die Seele mit. Das weiß man in diesem Moment, in diesen endlosen Sekunden nur nicht. Es wird immer weh tun. Ganz tief drinnen, was immer es ist. 

Vielleicht war Jesus ja froh drum, dass endlich mal jemand verstanden hat, dass man in die Wunden fassen muss. Der Thomas war ja nicht dumm. Es war ihm nur alles zu wenig. Er konnte es noch nicht fassen, dass der, der doch immer alle ins Leben geholt, die Augen geöffnet, vom Baum geholt, auf die Füße gestellt hat, dass genau der jetzt die Wunden und den Schmerz ins Leben geholt hat.

Das war Schritt eins.
Schritt zwei war: Ich fasse sie an. Die Wunden. Ich spüre den Schmerz. Laut, spitz, stechend, dumpf, reißend, kalt. Es tut weh. Überall, nicht nur an den Wundmalen.

Es ist unmöglich, dieses Leben zu leben, ohne immer wieder in die Wunden zu fassen.

Und trotzdem tun wir es, leben ohne ständig in die Wunden zu fassen. Gott sei Dank können wir das. Wir würden es sonst nicht schaffen. Der längste Zeitraum, in dem wir es schaffen, nur auf die Wunden zu sehen, sind drei Tage, sagt die Bibel. Drei Tage im Grab. Ich glaube, es sind bildhafte drei Tage. Und in diesen drei Tagen, Wochen, Monaten, Jahren dringt kein Licht ins Grab. Und wir streichen über die Wunden. Mit den Fingerspitzen. Sie sind noch da. 

Unter ihnen liegt das Leben, daneben gesunde Haut. Daneben und darunter das Leben, das Lachen, der Duft nach Sonnencreme, Zimtzucker auf Deinen Wangen nach den Pfannkuchen am Samstag, Lagerfeuerrauch und der Geschmack von halbgarem Stockbrot.

Aber das alles ist daneben, darunter, später. Jetzt ist es Zeit, die Wunden zu berühren.

"Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!"

Das sagt Jesus zu diesem Thomas, dem aufgeklärten, mutigen, tapferen Alltagsmenschen, der immer für alles Kraft braucht und für alles einen Sinn und vielleicht auch ein Ziel.
Reiche deinen Finger her, nein, lieber gleich deine ganze Hand.

Es geht an dieser Stelle nicht um den Glauben an den Tod Jesu oder gar um seine Auferstehung, behaupte ich vollmundig.

Es geht um unser Leben.

Um den Glauben an unser Leben: Glaub mir endlich, die Wunden gehören dazu. Der Schmerz, der verdammte große Schmerz, das unausweichliche Falsch, das schreiende "Das darf nicht sein, ich hab das so nie gewollt, ich hab doch alles getan, damit es nicht so kommt!" Es gehört dazu.

Leg den Finger in Deine Wunden und glaube es.

Versuch es. Leg Deine ganze Hand in Deine offene Seite. Oh, es wird weh tun. Immer wieder. Wahrscheinlich wird es in zehn Jahren immer noch so sein. Vielleicht glauben wir irgendwann daran, dass unsere Seele trotzdem bleiben wird, dass der Schmerz sie doch nicht mitnimmt. Aber bis dahin haben wir Todesangst, immer wieder. Immer wieder, wenn wir die Hände in unsere offenen Wunden legen.

Sei nicht ungläubig, hör auf zu kämpfen. Leg Deine Waffen nieder, mit denen Du Verantwortliche suchst, Gründe und Auswege. Leg Deine Waffen nieder, mit denen Du den Schmerz erträglicher machen willst.

Sei gläubig. An Dein Leben. Dass es Deine Wunden aushalten kann. Alle. 

Vielleicht brennt an Karfreitag in diesem Jahr der Essig in den Wunden noch mehr.
Vielleicht ist die Stille dieses Jahr noch lauter.

Und vielleicht legst Du dann Deine Finger in Deine Wunden und hörst auf, dagegen anzukämpfen. Und glaubst an den Schmerz, die Stille, das Leben darunter und daneben und an Gott, der deine Hand leise festhält.

 



 

Mitten im Weimarer Land gelegen,

aber zum Kirchenkreis Jena zugehörig,

ist unser Kirchengemeindeverband

ein Zusammenschluss aus 7 Gemeinden und 9 Orten:

 

Großschwabhausen

Kleinschwabhausen

Döbritschen mit Vollradisroda

Münchenroda mit Remderoda

Isserstedt

Hohlstedt 

Kötschau

 

Alles, was es über uns zu wissen gibt,

finden Sie auf dieser homepage. 

 

Herzlich willkommen!


... getrennt, aber verbunden ...

Das Leben in unseren Gemeinden kehrt nur langsam zurück. Schritt für Schritt. Verantwortungsvoll, denn als Christ*innen tragen wir Verantwortung füreinander und handeln verantwortlich mit dieser Entscheidung. 

 

In der Bibel steht (Apg 2,42):

 

Sie hielten an der Lehre der Apostel fest

und an der Gemeinschaft,

am Brechen des Brotes

und an den Gebeten.

 

Das lasst uns leben. 

Achtsam in der Gemeinde.

Zu Hause verbunden. 


Auch wenn wir uns nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen im Augenblick persönlich sehen könnten, sind wir doch erreichbar und miteinander verbunden. 

 

Was immer Sie brauchen:

 

ein Gespräch, ein gemeinsames Gebet, Trost oder Hilfe beim Einkaufen, auf den Friedhof fahren oder was auch immer, zögern Sie nicht, sich bei uns zu melden!

 

Pastorin Anne Brisgen

 

Telefon:   036454 50 257
E-Mail:    anne.brisgen@kirchenkreis-jena.de

Gemeindepädagogin Susann Meister

 

Telefon:   036454 50 257
E-Mail:    susann.meister@kirchenkreis-jena.de


Auf  www.evangelisch.de finden Sie Angebote, den Glauben ohne Ansteckungsgefahr zu leben, beispielsweise gestreamte Gottesdienste und Andachten, digitale Seelsorge, Gebetsimpulse und Vieles mehr.

 

 

Kasualien (Taufen Trauungen Trauerfeiern)

 

In Absprache mit den Bestattungsinstituten und in Übereinstimmung mit den Regelungen des Freistaates Thüringen nehmen wir miteinander Abschied. Auf die Einhaltung der jeweils aktuellen Vorgaben ist zu achten.

 

Taufen und Trauungen können stattfinden unter den jeweils geltenden Regeln des Infektionsschutzes.

 

offene Kirche

 

... unsere Kirchen sind geöffnet ...

 

Sie finden dort Kerzen und Gebetskarten für Ihre Anliegen und kleine Gottesdienste to go für jeden Sonntag.


 

Same procedure as every year ...

 

... an den Tagen, zwischen den Jahren,

zwischen Feier-Tagen.

Resümee ziehen, Danke sagen,

neue Pläne, alte Fragen,

große Worte, leere Phrasen?

 

Immer wieder, jedes Jahr,

same procedure every year,

bin ich ich mir selbst manchmal zu viel

und mein Kopf dröhnt

und der Druck steigt.

 

Und Casper singt:

 

"Wir reden viel, sagen nichts

Lebensstil - fragwürdig

Flatrate-Liebe, lieber lebend

stehen für viel

fallen für nichts "

 

Und ich falle doch immer wieder

in neue Pläne, alte Fragen,

same procedure every year,

ist mir die Welt manchmal zu viel.

Ich stolpere in das neue Jahr,

wie James über den Tigerkopf.

Bestenfalls mit Sekt in der Hand.

 

Und wenn der Druck wieder steigt

-

fange ich an zu tanzen!

 

Da nahm Miriam, die Prophetin,

eine Pauke in ihre Hand und alle Frauen folgten ihr nach

und sie trommelten und tanzten.

 

#cheers

#tanzmaldrübernach

#sylvester

#glaube

#liebe

#beats

#hope

Der Regenschauer zieht vorüber, schon scheint die Sonne.
Am dunklen Himmel sehe ich, Gott, Deinen Regenbogen.
Rot ist Dein Herz, das für mich schlägt.
Deine Leidenschaft umschließt die ganze Schöpfung.
Orange ist die Lebensfreude, die in mir sprudelt.
Mein Gott, Du erfüllst mich mit guten Ideen.
Gelb ist Deine Klarheit, mit der Du uns erleuchtest.
Wir sollen ordnen und nicht verwirren.
Grün ist die Hoffnung, die Du in uns pflanzt.
Das Leben wächst und gedeiht. Und wir mittendrin.
Hellblau ist Deine Wahrheit, die uns weit macht.
Sie ist grenzenlos wie Dein Himmel über uns.
Blau ist die Treue, die mich trägt.
Mein Gott, ich kann loslassDer Regenschauer zieht vomein Gott, sehe ich am Himmel.
Deine Lieblingsfarbe ist bunt
.

„Eine Kirche,

die Menschen nur Worte anbietet,

aber keine liebevollen Beziehungen, bietet ihnen nur das halbe Evangelium.“

 

Klaus Douglass


#evangelischejugend

 

ACHTUNG ACHTUNG ACHTUNG

 

ganz neue homepage:

 

https://evangelischejugend-jena.de


Kinder & Kirche ... #kinderkirche ... Kirche mit Kindern

Startet wieder, so bald es möglich ist:

 

Kinderkirche 1. - 3. Klasse:

dienstags von 15-16 Uhr

 

Kinderkirche 4.-6. Klasse:

dienstags 16-17 Uhr

 

Vorschulkinderkirche (4-7 Jahre):

am letzten Freitag im Monat von 15-16 Uhr

 

Anmeldungen gern bei 

Gemeindepädagogin Susann Meister

über das Pfarramt 036454 50257

oder

susann.meister@kirchenkreis-jena.de

 


Kollekten / Spenden 

 

Im Augenblick fehlen Kollekten und Spenden

in unseren Gemeinden.

Vielleicht denken Sie darüber nach,

wie Sie uns trotzdem unterstützen können.

 

Das wäre toll - vielen Dank!


Informationen aus dem Kirchenamt

Zur Orientierung für die Gemeindekirchenräte erlässt das Kirchenamt der EKM regelmäßig neue Rundverfügungen. Wenn Sie sich selbst über die aktuellen Regelungen informieren wollen dann finden Sie diese unter:

 

 www.ekmd.de



Gedanken.


... was fehlt.

 

Vielen Menschen fehlt es zur Zeit an Vielem. 

An Nähe, an Kinderbetreuung, an Geld, an Struktur, an Zuversicht, an Kunden, an Ablenkung, an Verständnis. 

 

Mir fehlt:

Ein Latte macchiato in einem Café. 

Meine Hand auf einer anderen Hand zum Trösten und Mitmachen.

Sich so freuen, weil so lang nicht gesehen und fest umarmen.

Den Kelch festhalten, für Dich gegeben.

Vor dem Spiegel stehen, Wimpern tuschen, auch wenn es im Kino gleich dunkel ist.

Einen großen Eisbecher teilen.

Laut mitsingen vor der Bühne.

 

Das fehlt.

 

Ich lese es in der Zeitung und höre es im Fernsehen, was für wen am schlimmsten ist. Ich lese, wer für was Verständnis hat und wer keins. Dass es doch nicht so schlimm sei, wenn die Kinder so lange zu Hause sind, war ja früher immer so. Oder dass es doch ein bisschen übertrieben sei, das alles. Jetzt auch noch Masken. Ich lese von #socialdistancing und denke, müsste das nicht zutreffender #physicaldistancing heißen, von #bleibtzuhause und denke, sollten wir jetzt nicht so viel Zeit wie möglich füreinander haben, einfach weil Frühling ist und das Leben schön? Und ich lese gleichzeitig von der großen Sorge, wie das eigentlich noch weiter gehen soll zu Hause. Mir fehlt da einfach die Gelassenheit der Älteren und Alten. Die sagen: ach, man muss sich anpassen, es wird vorbeigehen. Ich bin angespannt trotz festem Einkommen, Garten und Landleben. Drei Kinder zu Hause, ohne Freunde treffen, ohne Spielplatz, Schule und Kindergarten.

 

Als Pastorin falle ich von einer Haltung in die andere. Immer mit schlechtem Gewissen. Auch den Kolleg*innen geht es ähnlich: Einerseits haben wir Angst, die Menschen in unseren Gemeinden allein zu lassen und versuchen alles um sie wissen zu lassen, dass ihre Kirche für sie da ist - andererseits merken wir, dass es nichts bringt, Aktionismus zu entwickeln, ohne eigentlich genau zu wissen, was gebraucht wird.

 

So unterschiedlich die Situation auch sein mag: Alle spüren, was fehlt, spüren, was sie bräuchten.

 

Wir bräuchten Nähe und sollen Abstand halten.

Wir bräuchten Schlaf und haben zu viel im Kopf.

Wir bräuchten eine Perspektive und die Zuversicht, dass es Sommer wird mit Weißweinschorle und Kirmes.

 

Alle Sorgen sind anders und jede ist eine andere Belastung. Jede Sorge sucht nach Lösungen und manchmal findet sich auch eine.

 

Trotzdem höre ich immer wieder: Jede Krise ist eine Chance! Besinnen wir uns wieder auf das Wesentliche, das in unserem schnelllebigen Alltag verloren gegangen ist! oder sogar: Wer weiß, welchen Sinn das hat! Wozu das alles gut ist! Ganz ehrlich: ich kann und will da nicht zustimmen!

 

Nicht jede Krise muss eine Chance sein und nicht alles muss einen Sinn haben!

 

Ich will keiner Pandemie einen tieferen Sinn geben - und schon gar keinen gottgewollten - die tausende Menschen sterben lässt, Pflegekräfte und Ärzt*innen im Dauereinsatz hält und Menschen, die psychisch belastet oder chronisch krank oder einsam oder überfordert sind, an ihre Grenzen bringt.

 

Corona muss keinen Sinn haben.

Das Corona-Virus ist keine Strafe Gottes, keine Chance für die Menschheit und keine Lösung für die Klimakrise.

 

Corona zeigt lediglich in einem Brennglas, was wir schon wissen und fühlen: Was wir brauchen. Was uns fehlt. Das heißt nicht, dass wir, nur weil uns jetzt Vieles fehlt, nach der Corona-Krise unser Leben ändern müssen. Es heißt einfach nur, dass wir das Schöne und das Gute und das Morgen brauchen. Das Leben eben. Und genau das fehlt vielen gerade. Wir leben eben aus der Hoffnung und nicht aus der Angst. Aus der Hoffnung des christlichen Glaubens an Gott, der uns und das Leben liebt und der an Weihnachten sagt: Fürchte Dich nicht! und an Ostern: Er ist auferstanden!

 

Und was mache ich? Ich bete. Das würde ich auch ohne die Corona-Krise tun, aber jetzt brauche ich es umso mehr - weil mir das Leben fehlt.

 

Herzlich,

Ihre Pastorin Anne Brisgen.