Kirchengemeindeverband Großschwabhausen - Isserstedt

Abschied aus dem Dienst

 

... am 01. Dezember 2015 begann ich meinen Dienst als Pastorin im Kirchengemeindeverband Großschwabhausen-Isserstedt.

 

Diese Zeit ist jetzt zu Ende. 

 

Ich gehe mit schwerem Herzen, denn mir sind viele Menschen sehr ans Herz gewachsen: wir haben zusammen gelacht, gebetet, geweint, getanzt ... und mit manchen gab es Diskussionen und Unverständnis. Das Band des Friedens, von dem die Bibel spricht, hat uns nicht zusammen gehalten, aber es wird die Gemeinden halten, wenn es einen Neuanfang gibt. Der Weg dafür ist frei. 

 

Mein Weg führt zu Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen - ihnen gilt zukünftig als Schulpfarrerin meine seelsorgliche, pädagogische und kommunikative Aufmerksamkeit.

 

Ich sage merci für alles, was war und lasse hinter mir, was nicht gelungen ist.

 

Von Herzen:

 

Ihre Pastorin Anne Brisgen.

 

Der Verabschiedungsgottesdienst findet am 18. Juli 2021 um 14 Uhr im Pfarrgarten Großschwabhausen statt. 

 

Herzliche Einladung!

 

Ein goldfarbener Aufkleber mit dem schlichten Satz:

 

Ich brauche Segen“ 

 

führt über einen QR-Code 

 

(einfach die Kamera-App am Mobiltelefon öffnen

und den Code erfassen lassen)

 

bzw. die Internetseite: 

 

www.segen.jetzt

 

auf 10 verschiedene Segensworte,

die gelesen oder als Audio

zugesprochen werden können. 

 

Probieren Sie es selbst aus!

 

Zu finden in allen Schaukästen unserer 7 Kirchen.


Konfi-Kurse:

 

 

Wir treffen uns, wann immer es geht. In enger Abstimmung mit den Eltern. 

 

Die Konfirmation findet dieses Jahr am 19. September 2021 statt. Ort und Zeit stehen aktuell noch nicht fest. 

 

 



 

Mitten im Weimarer Land gelegen,

aber zum Kirchenkreis Jena zugehörig,

ist unser Kirchengemeindeverband

ein Zusammenschluss aus 7 Gemeinden und 9 Orten:

 

Großschwabhausen

Kleinschwabhausen

Döbritschen mit Vollradisroda

Münchenroda mit Remderoda

Isserstedt

Hohlstedt 

Kötschau

 

Alles, was es über uns zu wissen gibt,

finden Sie auf dieser homepage. 

 

Herzlich willkommen!


... getrennt, aber verbunden ...

Das Leben in unseren Gemeinden kehrt nur langsam zurück. Schritt für Schritt. Verantwortungsvoll, denn als Christ*innen tragen wir Verantwortung füreinander und handeln verantwortlich mit dieser Entscheidung. 

 

In der Bibel steht (Apg 2,42):

 

Sie hielten an der Lehre der Apostel fest

und an der Gemeinschaft,

am Brechen des Brotes

und an den Gebeten.

 

Das lasst uns leben. 

Achtsam in der Gemeinde.

Zu Hause verbunden. 


Auch wenn wir uns nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen im Augenblick persönlich sehen könnten, sind wir doch erreichbar und miteinander verbunden. 

 

Was immer Sie brauchen:

 

ein Gespräch, ein gemeinsames Gebet, Trost oder Hilfe beim Einkaufen, auf den Friedhof fahren oder was auch immer, zögern Sie nicht, sich bei uns zu melden!

 

Pastorin Anne Brisgen

 

Telefon:   036454 50 257
E-Mail:    anne.brisgen@kirchenkreis-jena.de

Gemeindepädagogin Susann Meister

 

Telefon:   036454 50 257
E-Mail:    susann.meister@kirchenkreis-jena.de


Auf  www.evangelisch.de finden Sie Angebote, den Glauben ohne Ansteckungsgefahr zu leben, beispielsweise gestreamte Gottesdienste und Andachten, digitale Seelsorge, Gebetsimpulse und Vieles mehr.

 

 

Kasualien (Taufen Trauungen Trauerfeiern)

 

In Absprache mit den Bestattungsinstituten und in Übereinstimmung mit den Regelungen des Freistaates Thüringen nehmen wir miteinander Abschied. Auf die Einhaltung der jeweils aktuellen Vorgaben ist zu achten.

 

Taufen und Trauungen können stattfinden unter den jeweils geltenden Regeln des Infektionsschutzes.

 

offene Kirche

 

... unsere Kirchen sind geöffnet ...

 

Sie finden dort Kerzen und Gebetskarten für Ihre Anliegen und kleine Gottesdienste to go für jeden Sonntag.

 

Ich brauche Segen – Segen tanken auf Alltagswegen

 

Die Pandemie bringt viele Menschen an ihre Grenzen.

 

Viele sehnen sich nach Kraft,

Ermutigung und Momenten zum Durchatmen.

 

Ein Segen ist so eine Kraftquelle

eine erlebbare Verbindung zwischen Himmel und Erde:

 

In Segensworten spiegelt sich die tiefe Erfahrung,

dass Gott uns Menschen liebevoll ansieht

und das Gute in uns stärkt.

 

Die Sehnsucht nach Segen ist auch bei vielen Menschen vorhanden, die selbst keine kirchliche Bindung haben.

 

Die Initiative „Ich brauche Segen“ knüpft an diese Sehnsucht an und möchte mitten im Alltag „Segenstankstellen“ aufstellen.

 

 

 


Der Regenschauer zieht vorüber, schon scheint die Sonne.
Am dunklen Himmel sehe ich, Gott, Deinen Regenbogen.
Rot ist Dein Herz, das für mich schlägt.
Deine Leidenschaft umschließt die ganze Schöpfung.
Orange ist die Lebensfreude, die in mir sprudelt.
Mein Gott, Du erfüllst mich mit guten Ideen.
Gelb ist Deine Klarheit, mit der Du uns erleuchtest.
Wir sollen ordnen und nicht verwirren.
Grün ist die Hoffnung, die Du in uns pflanzt.
Das Leben wächst und gedeiht. Und wir mittendrin.
Hellblau ist Deine Wahrheit, die uns weit macht.
Sie ist grenzenlos wie Dein Himmel über uns.
Blau ist die Treue, die mich trägt.
Mein Gott, ich kann loslassDer Regenschauer zieht vomein Gott, sehe ich am Himmel.
Deine Lieblingsfarbe ist bunt
.

„Eine Kirche,

die Menschen nur Worte anbietet,

aber keine liebevollen Beziehungen, bietet ihnen nur das halbe Evangelium.“

 

Klaus Douglass


#evangelischejugend

 

ACHTUNG ACHTUNG ACHTUNG

 

ganz neue homepage:

 

https://evangelischejugend-jena.de


Kinder & Kirche ... #kinderkirche ... Kirche mit Kindern

Startet wieder, so bald es möglich ist:

 

Kinderkirche 1. - 3. Klasse:

dienstags von 15-16 Uhr

 

Kinderkirche 4.-6. Klasse:

dienstags 16-17 Uhr

 

Vorschulkinderkirche (4-7 Jahre):

am letzten Freitag im Monat von 15-16 Uhr

 

Anmeldungen gern bei 

Gemeindepädagogin Susann Meister

über das Pfarramt 036454 50257

oder

susann.meister@kirchenkreis-jena.de

 


Kollekten / Spenden 

 

Im Augenblick fehlen Kollekten und Spenden

in unseren Gemeinden.

Vielleicht denken Sie darüber nach,

wie Sie uns trotzdem unterstützen können.

 

Das wäre toll - vielen Dank!


Informationen aus dem Kirchenamt

Zur Orientierung für die Gemeindekirchenräte erlässt das Kirchenamt der EKM regelmäßig neue Rundverfügungen. Wenn Sie sich selbst über die aktuellen Regelungen informieren wollen dann finden Sie diese unter:

 

 www.ekmd.de



Gedanken.


... was fehlt.

 

Vielen Menschen fehlt es zur Zeit an Vielem. 

An Nähe, an Kinderbetreuung, an Geld, an Struktur, an Zuversicht, an Kunden, an Ablenkung, an Verständnis. 

 

Mir fehlt:

Ein Latte macchiato in einem Café. 

Meine Hand auf einer anderen Hand zum Trösten und Mitmachen.

Sich so freuen, weil so lang nicht gesehen und fest umarmen.

Den Kelch festhalten, für Dich gegeben.

Vor dem Spiegel stehen, Wimpern tuschen, auch wenn es im Kino gleich dunkel ist.

Einen großen Eisbecher teilen.

Laut mitsingen vor der Bühne.

 

Das fehlt.

 

Ich lese es in der Zeitung und höre es im Fernsehen, was für wen am schlimmsten ist. Ich lese, wer für was Verständnis hat und wer keins. Dass es doch nicht so schlimm sei, wenn die Kinder so lange zu Hause sind, war ja früher immer so. Oder dass es doch ein bisschen übertrieben sei, das alles. Jetzt auch noch Masken. Ich lese von #socialdistancing und denke, müsste das nicht zutreffender #physicaldistancing heißen, von #bleibtzuhause und denke, sollten wir jetzt nicht so viel Zeit wie möglich füreinander haben, einfach weil Frühling ist und das Leben schön? Und ich lese gleichzeitig von der großen Sorge, wie das eigentlich noch weiter gehen soll zu Hause. Mir fehlt da einfach die Gelassenheit der Älteren und Alten. Die sagen: ach, man muss sich anpassen, es wird vorbeigehen. Ich bin angespannt trotz festem Einkommen, Garten und Landleben. Drei Kinder zu Hause, ohne Freunde treffen, ohne Spielplatz, Schule und Kindergarten.

 

Als Pastorin falle ich von einer Haltung in die andere. Immer mit schlechtem Gewissen. Auch den Kolleg*innen geht es ähnlich: Einerseits haben wir Angst, die Menschen in unseren Gemeinden allein zu lassen und versuchen alles um sie wissen zu lassen, dass ihre Kirche für sie da ist - andererseits merken wir, dass es nichts bringt, Aktionismus zu entwickeln, ohne eigentlich genau zu wissen, was gebraucht wird.

 

So unterschiedlich die Situation auch sein mag: Alle spüren, was fehlt, spüren, was sie bräuchten.

 

Wir bräuchten Nähe und sollen Abstand halten.

Wir bräuchten Schlaf und haben zu viel im Kopf.

Wir bräuchten eine Perspektive und die Zuversicht, dass es Sommer wird mit Weißweinschorle und Kirmes.

 

Alle Sorgen sind anders und jede ist eine andere Belastung. Jede Sorge sucht nach Lösungen und manchmal findet sich auch eine.

 

Trotzdem höre ich immer wieder: Jede Krise ist eine Chance! Besinnen wir uns wieder auf das Wesentliche, das in unserem schnelllebigen Alltag verloren gegangen ist! oder sogar: Wer weiß, welchen Sinn das hat! Wozu das alles gut ist! Ganz ehrlich: ich kann und will da nicht zustimmen!

 

Nicht jede Krise muss eine Chance sein und nicht alles muss einen Sinn haben!

 

Ich will keiner Pandemie einen tieferen Sinn geben - und schon gar keinen gottgewollten - die tausende Menschen sterben lässt, Pflegekräfte und Ärzt*innen im Dauereinsatz hält und Menschen, die psychisch belastet oder chronisch krank oder einsam oder überfordert sind, an ihre Grenzen bringt.

 

Corona muss keinen Sinn haben.

Das Corona-Virus ist keine Strafe Gottes, keine Chance für die Menschheit und keine Lösung für die Klimakrise.

 

Corona zeigt lediglich in einem Brennglas, was wir schon wissen und fühlen: Was wir brauchen. Was uns fehlt. Das heißt nicht, dass wir, nur weil uns jetzt Vieles fehlt, nach der Corona-Krise unser Leben ändern müssen. Es heißt einfach nur, dass wir das Schöne und das Gute und das Morgen brauchen. Das Leben eben. Und genau das fehlt vielen gerade. Wir leben eben aus der Hoffnung und nicht aus der Angst. Aus der Hoffnung des christlichen Glaubens an Gott, der uns und das Leben liebt und der an Weihnachten sagt: Fürchte Dich nicht! und an Ostern: Er ist auferstanden!

 

Und was mache ich? Ich bete. Das würde ich auch ohne die Corona-Krise tun, aber jetzt brauche ich es umso mehr - weil mir das Leben fehlt.

 

Herzlich,

Ihre Pastorin Anne Brisgen.