Neue Impulse.


Interimspfarrerin Cordula Haase

Pfarrerin Cordula Haase
Pfarrerin Cordula Haase

 Ostern – Das Licht der Welt erblicken

 

Kennen Sie den Brauch, Osterfeuer zu entzünden? In der Nacht oder ganz früh vor Sonnenaufgang, wenn es noch finster ist, wenn noch kein Lichtstrahl am Horizont aufscheint, dann symbolisiert das Osterfeuer, was wir (noch) nicht sehen und doch glauben: das Licht ist nicht kleinzukriegen. Auch wenn es nicht alle Dunkelheiten restlos beseitigt - weder im Bild noch in unserem Leben: die Flamme der Hoffnung entfacht Gott wieder neu. Unter der Asche unserer Sorgen und Ängste ist Glut.

 

Ja, auch Feuer kann zerstörerisch sein. Wir sehen, welchen tödlichen Flächenbrand Kanonenfeuer und Bombenhagel anrichten. Ostern brennt ein anderes Feuer: das Feuer der Liebe Gottes, die Jesus aus dem Tod ins Leben ruft. Dieses Feuer wärmt, es bringt Menschen zusammen und lässt Hoffnung und Mut neu aufwachsen.

Und wenn am Ostermorgen ganz früh, bevor die Sonne aufgeht, die Osterkerze am Osterfeuer entzündet und in die unbeleuchtete Kirche getragen wird - ein kleines Licht nur, aber doch von erstaunlicher Leuchtkraft -, dann erahnen wir, was es für uns bedeutet, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat: wir erblicken das Licht der Welt.

 

Das könnte Jesus gemeint haben, wenn er sagt: "Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben." (Johannes 8,12). Deshalb - auch und gerade in diesem Jahr: ein frohes, lebensvolles und gesegnetes Auferstehungsfest!

 

                                                                                       Ihre Pfarrerin Cordula Haase