geistliche Impulse


GOTTESDIENST to go                                                                             (zu finden auch ausgedruckt                                                           jede Woche neu in den Kirchen)


1. Sonntag nach Trinitatis (14. Juni 2020)

 

Wochenspruch:

 

"Wer euch hört, der hört mich;

und wer euch verachtet, der verachtet mich."    Lk 10,16a 

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Welche Heilsversprechen führen in die Irre? Auf welche Stimmen hören wir? Welche der mir angebotenen Wege führen wirklich zum Leben, sind von Gott? Lasst uns achtsam bleiben für die Stimme Gottes zwischen den vielen Stimmen um uns.

 

Texte aus der Bibel für diesen Sonntag:

 

alttestamentliche Lesung: Jer 16, 16-29

Epistel: 1. Joh 4, 16b-21

Evangelium: Lk 16, 19-31

Predigttext: Apg 4, 32-37

 

Wochenlied: EG 365: Von Gott will ich nicht lassen

 

Tagesgebet.

 

Barmherziger Gott, du lässt uns mit allen Sinnen deine Freundlichkeit erfahren. Aus deinem Wort hören wir Trost und Mahnung für unser Leben. Am Kreuz deines Sohnes sehen wir, wie grenzenlos deine Liebe ist. In Brot und Wein schmecken wir deine Vergebung und erleben Gemeinschaft in deinem Geist. Gott, mit allen unseren Sinnen wollen wir dich loben: mit unserem Mund deine Güte verbreiten, mit einem achtsamen Blick anderen Menschen begegnen und mit offenen Händen dazu beitragen, dass Hungrige satt werden an Leib und Seele. Segne unser Tun und Lassen, unser Geben und Empfangen, und lass deine Engel um uns lagern. Amen. 

 

Predigtgedanken zu Apg 4, 32-37.

 

Ein Herz und eine Seele. Nichts wünsche ich mir mehr in unseren Gemeinden. Ist das nur ein frommer Wunsch, ein Idealzustand, ein Idyll, ein schöner, aber weltfremder Traum? Was ich spüre und erahne sind unausgetragene Konflikte, Meinungsverschiedenheiten, (Ab-)Wertungen.

 

In der Apostelgeschichte steht dieser herrliche Satz: „Die Gemeinschaften der ersten Christen waren ein Herz und eine Seele.“ Bildete die Urkirche wirklich eine so vollkommene Gemeinschaft? Wenn ich die Briefe des Apostels Paulus an die Gemeinden der ersten Christen lese, habe ich nicht den Eindruck, daß es in ihnen idyllisch oder gar paradiesisch zugegangen ist. Auch dort gab es Mißstimmungen, Streit, verletzte Eitelkeiten, Neid und Schadenfreude, Bosheit und Ressentiments. Die Apostel reisten von Ort zu Ort und waren mit den Problemen vertraut: schier unüberbrückbare Differenzen und lange schon schwelende Konflikte. Auch damals blieben Spuren und Verwundungen zurück. Wie bei uns. Nicht selten drohte in diesen Konflikten das wirklich Wichtige aus dem Blick zu geraten. 

 

In dieser Situation wagt jemand, von den Christ*innen zu behaupten: „Seht, wie sie einander lieben!“ Das war kein Hohn, sondern ein genauer Blick. Denn Liebe meint nicht, Diskussionen aus dem Weg zu gehen und so zu tun, als sei alles in Ordnung oder, dass sich niemand mehr traut, zu sagen, was er/sie denkt, nur um des vermeintlich „lieben Friedens“ willen. Einander zuhören, auch einander zu widersprechen, ohne den Respekt und die Achtung voreinander zu verlieren, bedeutet, den / die Andere(n) ernstzunehmen. Zu lieben.

 

Seht ihr denn nicht, wie ihr einander liebt? Das heißt doch vielleicht: Seht ihr denn nicht, wie ihr miteinander feiert und arbeitet, wie ihr miteinander traurig und fröhlich seid? Seht ihr denn nicht, wie ihr, bei allem, was euch voneinander trennt, immer noch aufeinander zugeht und es weiter miteinander versuchen wollt? Seht ihr denn nicht, wie ihr euch bemüht, einander zu verstehen und versucht, neu anzufangen? Seht ihr denn nicht, daß ihr einander trotz allem nicht aufgegeben, nicht verloren gegeben habt?

 

Auch Gott hat die Menschen nicht verloren gegeben, ganz gleich, wie sehr sie sich von ihm abwendeten. Er hat sie angenommen, als Menschen mit Gaben und Können, mit Fehlern und Schwächen, denn er trägt und hält uns, im Gelingen und Scheitern, und er liebt uns, so wie wir sind, das ganze Leben hindurch.

 

Und schließlich: mein Kompass ist ganz klar. Ich schaue auf Jesus Christus. Er ist das Zentrum des Glaubens und der Mittelpunkt der Gemeinde. Er inspiriert und ermutigt mich. Sieht meine Verzweiflung, meine Ohnmacht. Er hilft mir, mich immer wieder auf seinen Weg zu begeben, mich nicht überfließen zu lassen von dem, was uns allen nicht gerecht wird.

 

Also:

 

Bestärkt euch im Glauben an ihn! Betet miteinander! Feiert gemeinsam Gottesdienst! Teilt eure Freude und euer Leid mit anderen! Verliert IHN in allem, was ihr tut, nicht aus dem Blick. Richtet euch immer wieder neu an Christus aus. Fragt danach, was euch verbindet und nicht danach, was euch trennt. Im Glauben, im Hoffen und im Lieben einig und mit Gott und den Menschen um uns zu sein, das wäre für mich „ein Herz und eine Seele“. Im Bekenntnis zu Jesus Christus sind wir alle miteinander verbunden. Amen. 

 


... aus der EKM (Evangelische Kirche in Mitteldeutschland)

Auf der Seite unserer Landeskirche finden Sie viele spannende Projekte, Gedankenanstöße und spirituelle Impulse:

 

www.ekmd.de


offene Kirchen

Unsere Kirchen sind geöffnet. Jeden Tag.

 

Sie laden ein zu Stille und Gebet.

 

In allen Kirchen finden Sie Kerzen, die Sie anzünden können,

Karten und Stifte für Gebetsanliegen,

Gottesdienste to go für die jeweilige Woche.

 

In der Großschwabhäuser Kirche St. Margareta hängt von Palmsonntag bis Pfingstmontag ein Kreuzweg mit wunderschönen Ikonen. 

 

Die Kirchen sind Erinnerungsorte -

sie bergen die Erinnerung an unzählige Gebete,

traurige und freudige Anlässe,

Menschen, die Trost und Geborgenheit im Glauben gesucht haben. 

 

Mit ihnen sind wir durch die Jahrhundert hindurch verbunden, wenn wir die Kirchen aufsuchen. 

 

#miteinanderstattallein


Worte zum Tag von Pastorin Anne Brisgen





Kirchenjahr.

 

Zur Orientierung im Kirchenjahr gibt es eine großartige website:

 

https://www.kirchenjahr-evangelisch.de

 

Für jeden Sonntag sind die Texte des Sonntages aufgeführt, das Wochenlied, Erklärungen zum Sonntag selbst ...

 

Auch auf dieser website gibt es viele geistliche Anregungen:

 

http://projektkirchenjahr.de

 

Sehr inspirierend auch dieses Seite:

 

www.michaeliskloster.de


Gedanken zur Zukunft der Kirche

 

Lesen Sie doch mal interessante Gedanken unter:

 

https://www.mi-di.de

 

Oder:

 

https://yeet.evangelisch.de